DiscographieDiscographie.html
BiographieBiographie.html
./Presse
FotosFotos.html
KontaktKontakt.html
WerkeWerke.html

hellhörig: http://www.youtube.com/watch?v=AXc5hpcuJQ8


Interview Portraitkonzert Ives Ensemble:   http://vimeo.com/40853754


Portrait Stadtrevue Köln:


http://www.stadtrevue.de/archiv/archivartikel/2736-ich-baue-auf-nichts-auf/


Portrait Die Welt:

http://www.welt.de/regionales/koeln/article106204257/Komponistin-laesst-Saenger-wie-Schlittenhunde-jaulen.html


Uraufführung Mensch und Tier br-alpha:

http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/musica-viva/musica-viva-video-carola-bauckholt-mensch-und-tier100.html







   



   



   


Zur Uraufführung von Schlammflocke

Bauckholts Arbeiten schärfen von jeher die Aufmerksamkeit, das genau Zuhören, bewusstes Wahrnehmen. „Schlammflocke“ zieht den Hörer erst in die Wildnis,  um dann das Bild wieder umzukehren: die Naturlaute verdichten sich immer mehr zu einer musikalischen Textur, genaue Geräuschprofile verschwimmen, die Grenze zwischen Gegebenem und Gemachtem schwankt hin und her. Bauckholt hat „Schlammflocke“ nur zum Teil schriftlich auskomponiert. Die akustische Gradwanderung basiert zu einem erheblich Teil auf intensiver Probenarbeit mit den Musikern. Viele Klänge und Spektren sind hier offenbar erst entstanden. Das Ergebnis: eine der besten, stimmigsten Arbeiten Bauckholts. 

Raoul Mörchen

http://musikfabrik-blog.eu/2010/11/04/geraeusch-gesang-musikfabrik-im-wdr-36ste-folge-von-raoul-moerchen/



Zur CD Instinkt

Das Wesen des „Klangs“ plastisch zu ergründen, ihn in all seinen Dimensionen auszuloten und im haptischen Sinne als „Rohstoff“ zu begreifen, ist ein zentrales Merkmal in der künstlerischen Arbeit von Carola Bauckholt. Dafür lässt sich die 1959 in Krefeld geborene Komponistin, die von 1978-84 Schülerin von Mauricio Kagel in Köln war, auch von außermusikalischen Vorstellungen anregen – was auf ihrer neuen CD „Instinkt“, die sechs Stücke aus den letzten zehn Jahren vereint, eindringlich nachzuvollziehen ist. Rollende Kugeln etwa waren der Ausgangspunkt für „Kugel“ für drei Violoncelli und Zuspiel (2002), in dem sich konkrete Geräusche und deren instrumentale Abstraktion zu einem bizarren Spannungsfeld formieren.

Dass auch Reibe- und Kurbelgeräusche ihre schöpferische Fantasie beflügeln, ist ihrem „Cellotrio“ (2002) und „Geräuschtöne“ (2003) für Violine, Violoncello und Schlagzeug abzulauschen. In Letzterem spürte sie in Umwertung der Werte nicht dem Geräuschanteil im Ton, sondern dem „Ton“ im Geräusch nach; die Instrumente zielen akribisch auf Imitation des ursprünglichen Geräuschs, können aber das Vorbild nicht erreichen, woraus ein besonderer klanglicher Reiz resultiert. Die Klänge treten für sich selbst ein, aus welchen Inspirationsquellen sie auch immer gespeist werden. Bauckholt verschweigt die Herkunft der Geräusche nicht, betont aber als maßgebliches Kriterium deren Materialcharakter.

Es liegt auf der Hand, dass dieser Ansatz auf die uneingeschränkte Mitwirkung und Experimentierfreudigkeit der Interpreten angewiesen ist. Mit dem von ihr selbst mit gegründeten Thürmchen Ensemble und dem Cellotrio blu weiß Bauckholt hoch konzentrierte Sachwalter ihrer Musik an ihrer Seite, und auch die Schola Heidelberg taucht unter der Leitung von Walter Nußbaum gleichermaßen lustvoll und technisch versiert in ihre Vokalwerke und deren spezifische Anforderungen ein.

In „Nein allein“ (1999/2000) für Stimmen gelingt mühelos die Gratwanderung zwischen klanglich-akustischer und semantischer Ebene, werden durch Sprachklang transportierte Emotionen ebenso spielerisch wie hintergründig musikalisiert; bis zum augenzwinkernden Schluss, der Appetit auf „Mirabellenkompott“ und „Gemüseauflauf“ macht. Höhepunkt der CD ist jedoch das Titelstück „Instinkt“ (2007-2008). Darin fokussierte Bauckholt den wundersamen Gesang von Schlittenhunden, erweitert um Polarfuchs, Wale und Seelöwen – mit den Vokalisten der Schola Heidelberg als kongenialen Interpreten, von sonorem Stimmknarren bis zu emphatischen Aufschwüngen. Selten kommt „Neue Musik“ so unverkrampft und so betörend sinnlich daher, ohne im Geringsten plakativ zu sein.

Egbert Hiller in: NZfM Jan/Feb 2010



Zur Uraufführung des Musiktheaterstückes hellhörig:


... Bauckholt aber liebt die Geräusche wie kleine, lebendige Wesen und hat sich in all ihren Kompositionen ein ihnen innewohnendes, breites Ausdrucksspektrum erarbeitet: oft ganz zart ihnen hingegeben. Denn Geräusche sind eigenwillige Wesen, sie sind nicht so lenkbar wie musikalische Töne. Einen harten Schlag kann man nicht beliebig dehnen, das Fallen eines Balles stellt seinen eigenen Rhythmus her. Zugleich aber stellen Geräusche unwillkürlich eine assoziative Semantik her. Die gezogene Wanne mag man mit Klangrufen vergleichen, wenn man Luftballone reibt, kann man Schmeichelei und Zurückweisung imitieren und so fort. Und so wird die Komposition, die nur mit der Partitur (kein Text, keine musikfremde szenische Anweisung, keine Bildvorstellung) auskommt, gleich zweimal zum Theater: zum einen in der Form des instrumentalen Theaters ..., also durch die notwendigen Aktionen zur Geräuschproduktion, zum anderen durch eine sich bei jedem individuell einstellende und gewiss unterschiedlich ausfallende semantische Deutung der Geräusche. Denn ihnen sind durchaus Reiz-Reaktions-Muster zueigen, und Bauckholt arbeitet auch deutlich mit diesen inhaltlichen Elementen. Wir sind hier ganz nahe an Ursprüngen musikalischer Äußerung, wo sich der Gesang noch dem Weinen und Lachen entwindet, wo der Schlag auf Holz noch die Struktur des Materials erkundet. Und so sehr auch die Durchgestaltung des Stücks innermusikalischen Kriterien genügt, so sehr spielt Bauckholt auch mit den Elementen von Äußerung und Widerspruch ... Und so erleben wir in spannenden 75 Minuten eine Emanzipation des Geräuschs und zugleich die Emanzipation ihrer Erzeuger. Frühmenschliche Vergleiche, also aus vorsprachlicher Zeit treffen das Stück wohl am genauesten. Neugier, Schreck, Streit, Wutschrei, tastendes Locken, die Lust am Herausfinden, das Hecheln des Atems, das klopfen der Herzen liegen im freundlichen Clinch und spinnen ihre Traumgeflechte....Hervorragend auch die Einstudierung durch Erik Oña (Geräusche brauchen dann keinen Dirigenten).

Reinhard Schulz, nmz 6/08, Juni 2008


... Und doch kann daraus etwas genuin Bühnenwirksames entstehen. Denn Bauckholt behandelt die ungewöhnlichen Spielarten und die daraus entstehenden Klänge und Geräusche nicht einfach als effektvolle Einzelmomente. die kurzweilig, aber recht zusammenhanglos aneinander gereiht werden (wie es die 60er-Jahre häufig taten), sondern sie entwickelt musikalische Kontinuität, schafft eine Grammatik, einen Gesamtrhythmus, einen Gesamtklang, eine Gestalt - und ist so fähig, durchaus musiktheatralische Entwicklungen und Steigerungen auszuführen.

Thomas Meyer, TagesAnzeiger der Stadt Zürich, 26.4.2008



... Vom Vorhof mit der Orgelpfeifen-Installation wird das Publikum in eine Art Arena geschleust, die an anatomische Theater erinnert. Aber im klinisch weißen Rund des Bühnenbildners Roland Aeschlimann, das zugleich ein fabelhafter Resonanzkörper ist, werden keine Menschen seziert, sondern Klänge und Geräusche. ... Aber die Interpreten sind nicht die Hauptfiguren dieses Musiktheaters, das auf Worte, Erzählung, Handlung im klassischen Sinne ganz verzichtet. ...(Sie) alle sind nur die umwerfend präzisen Handlanger in einem Drama der Geräusche, das in dieser Art und Perfektion dem Musiktheater neue Horizonte aufreißt. ... In Bauckholts wunderbarer akustischen Welt aber ist alles lebenswert - ... Es entsteht ein packendes Drama für die Ohren, dessen Inhalt und Poesie aus Dingen entsteht, denen wir eigentlich gar keine Geschichte zutrauen: dem puren Geräusch, das sich plötzlich auflädt mit unserer eigenen Geschichte.

Michael Struck-Schloen, Kölner Stadt-Anzeiger 26.4.2008



Was für ein zauberhafter Abend. ... hellhörig von Carola Bauckholt ist nicht nur eine berückend schöne Rauminstallation in der Münchener Reithalle, es ist vor allem eine Schule des Hörens. Hellhörig ist die meiste Zeit über unglaublich weit und offen, eine Aufforderung zum Hören, auch darauf, was Klänge im Inneren des Zuhörers auslösen können. Und die Aufführung ist einfach wunderschön. Bauckholt überzeugt, weil sie sich um die Traditionendes Opern-Genres nicht schert.

Egbert Tholl, Bayerische Staatszeitung, 25. 4. 2008



... Bauckholts grenzgängerische Arbeit zeigte, wie viel Potential weiterhin in einem subtil ausgedachten und klangempfindlich realisierten "abstrakten" Musiktheater steckt. Klug war es, sich mit den Szenikern Georges Delnon und Roland Aeschlimann zu verbinden, so dass der musikalischen Beflügelung noch eine weitere professionelle Qualität zu sekundieren vermochte.

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau



... das weißgeschminkte und -gekleidete Team ... schlägt, klopft,streicht, zischt, reibt, pfeift, schüttet, trommelt und schnieft sich bravourös durch Carola Bauckholts so abwechslungsreichen wie virtuosen Geräuschezirkus.... Carola Bauckholts witzige Partitur verlegt ihre Handlung in den Raum rhythmischer Vielfalt ... Bauckholt übertrifft aber die rhythmischen Schichtungen durch das Binnendrama von Annäherung und Entfernung, von Steigerung und Abgesang Wenn der Höhepunkt im unverwechselbaren Hin und her eines quietschenden Scheibenwischers erreicht wird, dann ist man nicht nur bestens amüsiert, sondern staunt über die unerschöpfliche musikalische Reizmenge in der uns alle umgebenden Geräuschwelt.

Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung 25.4.2008



Weitere Pressestimmen:


Begeisterung brandete Carola Bauckholt für ihren "Hubschrauber" entgegen. Die Kagel-Schülerin bleibt ihrem spielerisch-theatralischen Umgang mit der Musik treu, versagt sich jede große Attitüde und überzeugt gerade dadurch. Fasziniert bestaunte man den perfekt ins große, sehr transparent agierende Orchester eingebettenten holländischen Lautpoeten Jaap Blonk. Er ließ seine Stimme zischen und fauchen, knarzen und schnarchen, entlockte ihr ein unglaubliches Spektrum an Geräuschen und Tönen. Punktgenau.

Gabriele Luster, Münchener Merkur 15.7.2002


Ganz anders dagegen die Deutsche Erstaufführung von Carola Bauckholts "Hubschrauber" für Stimme und Orchester. Die 1959 geborene Komponistin schuf ein fantasie- und spannungsvolles, exellent aufgebautes und hervorragend instrumentiertes Stück, bei dem die Klangfarbenpalette des Orchesters durch die Vokalisen des Stimmakrobaten Jaap Blonk auf faszinierende Weise erweitert wurde.   Jörg Riedlbauer, Landshuter Zeitung 15.7.2002


Ihre Musik klingt nicht nur gut, sondern auch genau. Da sitzt jeder Akzent und jeder Effekt. Carola Bauckholts Stücke mit Titeln wie »Luftwurzeln« oder »Schraubdichtung« sind knapp formuliert, witzig, nicht banal, und sie lassen auf CD eigentlich nur einen grossen Wunsch offen: Dass man sie nicht live erleben und sehen kann.   

Musik und Theater 11/98


…so generiert sich bei Carola Bauckholt die Musik auf ganz individuelle Art. Die Geräusche selbst führen ein Spiel vor, sie treten mit dem vernehmenden Subjekt in Kontakt, evozieren Empfindungen und reagieren spontan auf diese. Spannung entsteht, Atemberaubendes, und zwar deswegen, weil Bauckholt dem Klang sein Wesen beläßt, und weil sie sich ihm im schöpferischen Prozeß hellhörig bis in feinste Beziehungsverflechtungen hinein nähert.

Reinhard Schulz, »hellhörig.« - In: MusikTexte 79, S. 46.


Signifikant an Carola Bauckholts Werken ist die abstrahierende Umsetzung der auditiven Wahrnehmung von Geräuschen des Alltags in eine Instrumentalsprache. Es handelt sich weder um außermusikalische Anregungen, denn sie beziehen sich auf Klangliches, noch um eine Form der Programmusik, denn jedes der Stücke hat seine innere Logik in seiner inhärenten Struktur. Das Klangmaterial stammt überwiegend aus erweiterten Instrumentaltechniken und aus Stimmarbeit (Sprache war stets schon eine besonders reiche Geräusch- fundgrube), ergänzt durch Objekte verschiedenster Herkunft. Aus ihnen entfaltet die Komponistin eine Klanglichkeit, die der reinen Instrumentalmusik nicht zuzugehören scheint und den Stücken ihren spezifischen Charakter verleiht.


Auffällig ist die Durchdringung von Intensität und Durchsichtigkeit, wobei

insbesondere die Prägnanz der Klänge eine feine Abstufung der Räumlichkeit ermöglicht. Der Grad an Differenzierung und die räumliche Präsenz schlagen

eine Brücke zum Hörer, schaffen eine Wahrnehmungssituation unmittelbarer Nähe, ja Intimität. Durch diese kompositorischen Tugenden ist die Musik

Carola Bauckholts Kammermusik im emphatischen Sinne.

Frank Hilberg, aus CD-Booklet, Wergo


Es gibt wenige Musiker der Generation nach Nono und Lachenmann, die

ästhetische Aktivität nicht lediglich als Kunstphänomen, sondern als Ausdruck eines universellen Verhältnisses zur Realität auffassen. Die vor jede Notation

die Reflexion setzen. Die das Nachdenken über »Wahrnehmen und Verstehen« sogar ins Zentrum ihrer Arbeit stellen.

Und die sich doch so ungeteilt »mit-teilen«.

Etwas so Seltenes wie Kostbares: diese Musik vermittelt das Gefühl, "unter uns" zu sein. Sie versagt dem Hörer nicht die Fühlungnahme. Sucht und schafft eine Einheit von »Rezipieren« und »Kapieren«, Begriffen, die im lateinischen Verb »recapere« übrigens eine gemeinsame Sprachwurzel haben.

Wir sind mit der Musik Carola Bauckholts »In gewohnter Umgebung«. »Abstrahierende Umsetzung der audititiven Wahrnehmung von Geräuschen des Alltags in eine Instrumentalsprache« (Frank Hilberg). Die Geräuschewelt des Alltags erscheint uns spielerisch geplättet, aufgerauht, transformiert in Gebilde von eigentümlicher Suggestivkraft. [...]

Ein Vergnügen der besonderen Art, so witzig und eigenwillig wie hintergründig und intim, und fabelhaft ausgeführt vom (1991 von Bauckholt selbst mitbegründeten) Thürmchen-Ensemble.

Manfred Karallus, »Kapiert« - in: MusikTexte 73/74 (1998).


Gleich zu Beginn spielte Carola Bauckholts »In gewohnter Umgebung III« so ziemlich alles in die Ecke, was wir bisher in der Kombination Video und Live-Musik erleben durften. Glänzende Ideen, ein köstlicher Humor, verblüffende Effekte ohne Effekthascherei und sogar ohne jeden Zugriff auf die öde Trickkiste, die das Medium bereithält - zentrische, einander raffiniert überlagernde Wellenformen etwa stammen von der Oberfläche eines biederen Frühstückskaffees ... Dazu das kongeniale Spiel von Elena Andreyew und Françoise Rivalland.

David Wohnlich, Basler Zeitung 28.8.95



Mit klugem Witz die Sinne schärfen: wer schon immer von den klanglichen Qualitäten eines tropfenden Wasserhahns wußte oder das schöne Lautbild des Wortes »Schraube« genießen konnte, mußte begeistert sein von den Werken Carola Bauckholts, die das renommierte Hamburger Ensemble »l'art pour l'art« auf Kampnagel zu Gehör und Augenschein brachte.

Niels Grevsen, taz hamburg, 31.5.95



Verstehen - verstehen lernen. Im Auseinandernehmen, Umformen, Üben, Spielen, Ertrotzen und Strapazieren von Kommunikationsmitteln, von Sprache, deren Gehalt zu prüfen, sie in andere Aggregatzustände, Existenzformen zu übersetzen versucht wird. Das reduzierte kompositorische Material, dessen sich die Komponistin Carola Bauckholt dabei bedient, ist auf die Findung und Wiederfindung ursprünglicher Formen der Wahrnehmung orientiert. Die Struktur ist dabei die Spielregel unter der solche Transformation und Filterung stattfindet.

Carolin Naujocks, DS Kultur, 28.12.93


… Das fesselndste Stück aber stammte von Carola Bauckholt. Die szenische Kantate »Der gefaltete Blick« ist eine musiktheatralische Miniatur im Gefolge Becketts. Sie lässt die Begabung der Komponistin für eine lebendige Beziehung der beiden Ebenen, fürs Komponieren sinnlich erfahrbarer Seelenzustände erkennen. Wie da der Kontratenor David Cordier unfehlbar und mit faszinierender Ausdruckskraft zusammen mit dem Sprecher Ulrich Kisters und dem Cellisten Caspar Johannes Walter die Musik Ereignis werden ließ, das war schlechthin überrumpelnd und zugleich Ahnung eines neuen Musiktheaters.

Klaus Kirchberg, WAZ 1.6.87


… Das Werk hat keinen konkreten Inhalt. Es ist sozusagen eine einzige Emotion, ein Gefühlsfeld, das sich entwickelt und verändert, das jedoch nie konkret greifbar wird. Da die Musik keine begleitende Funktion hat, sondern in die szenische Realisierung und in die Lichtregie integriert ist, handelt es sich quasi um ein »Gesamtkunstwerk«, in dem die Struktur der Musik und der Szene eine Einheit bilden. Also Musiktheater im wahrsten Sinne des Wortes. Oder eben: Eine szenische Kantate, ein szenischer »Gesang«. Hervoragend David Cordier. In seiner Kontratenor-Stimme liegt ein eigentümlicher Reiz. Auch sie nahm fast optisch wahrnehmbare Dimensionen an. Dimensionen einer Helle und (klangfarblichen) Leuchtkraft, die zu dem dunkel gehaltenen »Bühnenbild« aufs schönste kontrastierte. […] Die Komponistin Carola Bauckholt erwies sich als ausgezeichnete Regisseurin.

Friedemann Otterbach, Südkurier 6.6.87






 
StartCarola_Bauckholt.html
ImpressumImpressum.html
Aufführungen18_Auffuhrungen.html

Carola Bauckholt